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„Yoga is the journey of the Self, to the Self, through the Self“ – Bhagavad Gita

Yoga ist ein Weg, um vollkommene Harmonie von Körper, Geist und Seele zu erlangen. Ein Weg, der uns wieder mit unserer Essenz – unserem einzigartigen, wunderbaren und authentischen Selbst verbindet. Es ist zeitlose Weisheit für ein gesünderes, glücklicheres und friedlicheres Leben, die letztendlich zur Selbstverwirklichung, der Verschmelzung mit dem Selbst, führt. Eine spirituelle Reise, die ein Leben lang dauert und Hingabe, Demut, Engagement, Disziplin und viel Übung erfordert. Eine Praxis, die wirklich jeden willkommen heisst.

Wirkung der Asanas (Körperübungen)

Jede Aktivität, bei der Geist und Körper in einem sicheren Umfeld zusammenklingen, hilft uns, das „Fenster der Stresstoleranz“ weiter zu öffnen. Übungen die Körper und Geist fordern, reduzieren das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, einer autoimmunen Erkrankung oder Demenz zu entwickeln. Mitunter wird dadurch sogar der Alterungsprozess verlangsamt. Körperliche Bewegung lässt uns tiefer schlafen und verbessert unsere Stimmung, weil sie für die Ausschüttung von Glückshormonen im Gehirn sorgt, die dem Stress entgegenwirken: Dopamin, Serotonin und Norepinephrin.

Eine Praxis, bei dem mehr Sauerstoff ins Blut gelangt und mehr Blut durch den Körper gepumpt wird, führt zu messbaren Veränderungen im Gehirn. Es nimmt an Grösse zu, wird gesünder und legt neue neuronale Pfade, während es die bereits existierenden Pfade festigt. Wir lernen langsam dazu und nehmen immer schwierigere Stellungen ein. Dadurch schieben wir die Grenzen des Körpers immer weiter hinaus. Wir muten unseren Systemen diese Belastung zu und lernen, die beruhigende Kraft des Atems einzusetzen. 

Eine regelmässige Yogapraxis hat somit vielerlei positive Auswirkungen auf den Körper, indem sie die vagale Reaktion verbessert, die Ausschüttung von Entzündungsstoffen vermindert und den Blutdruck reguliert. 

Yoga beruht in erster Linie darauf, dass wir mit einiger Übung in Zustände hinein gehen können, in denen unser Nervensystem für gewöhnlich erstarrt oder in Ohnmacht fällt, aber dies mittels Yoga mit höherem Gewahrsein und weniger Angst tun. Wir entwickeln die Fähigkeit, sich in völliger Sicherheit tief auf sich selbst einzulassen, auch wenn eine Bedrohung von aussen wahrgenommen wird. Und das ist der entscheidende Schritt zur Selbstheilung: wir lernen die Macht des eigenen Körpers und unseres Geistes kennen, indem wir beide an ihre Grenzen bringen. 

Wenn wir tiefgründigere und stärker fordernde Übungen machen, lernt unser Vagusnerv, unsere Stressreaktion unter Kontrolle zu bringen. So gelingt es uns in einen Zustand der Ruhe zurückzukehren, in dem es zur Heilung kommen kann. Wir lernen und entwickeln infolge der kontrollierten körperlichen wie geistigen Anstrengung eine höhere Resilienz. 

Wirkung der Mudras

Mudras werden angewendet, um bestimmte Energien im Körper zu lenken und zu harmonisieren (z.B. indem Blockaden gelöst werden). Denn durch Akupressurpunkte, auf die bei den Mudras gedrückt werden, wird Energie freigesetzt. Mudras werden vor allem mit den Händen, aber auch Augen, Lippen und mit dem Körper ausgeführt. Die Mudra stärkt vor allem die mentale Kraft und sorgt dafür, dass geistige Klarheit erlangt wird, wenn man sich zerstreut und von Gefühlsregungen überrollt fühlt. 

Wirkung von Pranayama (Atemtechniken)

Yogische Atemtechniken helfen uns zurück zu einer natürlichen Atmung zu finden („Prana“ heißt Energie, „Ayama“ bedeutet „Kontrolle“).

Die Wirkung von Pranayama erklärt sich hauptsächlich durch die Wirkung des Atems auf das autonome Nervensystem, den Sympathikus (Aktion) und den Parasympathikus (Ruhe).

Mithilfe der Atemübungen lernen wir, unseren Atem wieder bewusst wahrzunehmen und zu steuern – und so unsere Lebensenergie zu aktivieren und zum Fließen zu bringen. Was abstrakt klingt und für einige sogar esoterisch ist, funktioniert aber sehr direkt: Wer schon mal während eines heftigen Streits oder in einer sehr angespannten Situation für einige Atemzüge tief, entspannt und langsam ein- und ausgeatmet hat, weiß, wie mächtig die menschliche Atmung ist – plötzlich denkt und fühlt man wieder klarer, Stress und Überforderung reduzieren sich auf ein erträgliches Mass, das Herz schlägt ruhiger. 

Die verschiedenen Pranayama’s helfen dabei, sich zu (kon)zentrieren, wirken effektiv gegen Stress und bewirken Energieschübe, die sonst nichts anderes auslösen kann. Wer regelmässig übt, kommt so auch im Alltag zu einer insgesamt tieferen, entspannteren Atmung. Was sich wiederum auf das Nervensystem auswirkt und zu einer entspannteren inneren Grundhaltung führt.

So gut wie alle Techniken wirken entgiftend, unterstützen bei Allergien oder Asthma, bauen Stress ab, erweitern die Lungenkapazität und können u. a. auch die Verdauung anregen. 

Wirkung der Meditation

Der Begriff Meditation stammt vom lateinischen Wort „Meditatio“ ab, was „Nachdenken“ oder „Nachsinnen“ bedeutet. Der Geist ist im Zustand der Meditation völlig wach und klar, aber gleichzeitig ruhig und entspannt. 

Schon seit Jahrtausenden wissen Menschen aus den verschiedensten Kulturkreisen um die Wirkungen von Meditation auf das geistige und körperliche Wohlbefinden. Seit ein paar Jahren kristallisiert sich nun immer mehr heraus, dass sie noch viel mehr ist: ein mentales Training mit beeindruckender Wirkkraft. 

Die psychische und körperliche Gesundheit sind eng miteinander verknüpft. Durch seelische Leiden können sich Krankheiten im Körper manifestieren sowie körperliche Erkrankungen oft auch psychische Probleme zur Folge haben. Meditation hat schon nach wenigen Stunden einen spürbaren Effekt auf die Psyche – weniger Stressanfälligkeit und ein Gefühl von innerer Ruhe und Ausgeglichenheit. Dies hat wiederum Auswirkungen auf die körperlichen Aspekte wie Blutdruck, Immunsystem oder Cholesterinspiegel.

Neurowissenschaftler:innen haben diese spürbaren Effekte in verschiedenen Studien untersucht und gemessen. Mithilfe von bildgebenden Verfahren wie Kernspintomografie wurden die neurobiologischen Auswirkungen von Meditationsübungen auf die Hirnaktivität und Hirnstruktur sichtbar gemacht. Es zeigt sich, dass wir durch Meditation und Achtsamkeit unser Gehirn und unsere Persönlichkeit verändern können.

Vorteile der Meditiation auf unsere Psyche und mentalen Gesundheit:

Regelmäßige Meditation verbessert nachgewiesen das Stressempfinden und stärkt die emotionale Stabilität sowie das positive Denken. Sie wirkt unterstützend bei jeglicher depressiven Erkrankung und fördert die Achtsamkeit, die Geduld, die Intuition und Körperwahrnehmung, das Gedächtnis, die Konzentration, die geistige Flexibilität und die kognitive Leistungsfähigkeit. Zudem wirkt sich eine regelmässige Meditationspraxis positiv auf den Alterungsprozess aus.

Vorteile der Meditiation auf unsere körperlichen Gesundheit:

Durch die nachgewiesene Verbesserung des Stressempfindens, wirkt sich eine regelmässige Meditationspraxis auf den Blutdruck aus und kann Bluthochdruck um bis zu zwölf Prozent senken. Die positiven Gefühle und optimistischere Lebenseinstellung aktiviert die linke Gehirnhälfte, welche eine Stärkung und Förderung eines gesunden Immunsystems bewirkt. Auch verhalten sich Menschen durch Meditation im Alltag viel achtsamer – sie können Gefühle besser steuern und verfallen nicht so schnell in emotionalen Stress. Da der Geist weniger mit ablenkenden Gedanken beschäftigt ist, fällt es sehr viel leichter einzuschlafen und die Qualität des Schlafes verbessert sich.

Weitere körperliche Vorteile einer täglichen Meditationspraxis ist einerseits die positive Beeinflussung der emotionalen Verarbeitung von Schmerz. Die Schmerzareale des Gehirns (wie der primäre somatosensorische Cortex) werden während der Meditation stark heruntergefahren und reduzieren die Schmerzintensität um bis zu 40 Prozent. Andererseits senkt es die Intensität und die Länge von Migräneanfällen. Des Weiteren, kann regelmässige Meditation den Cholesterinwert senken.

Durch die Kombination eines gesünderen Lebensstils und regelmässiger Meditation können u. a. Herz-Kreislauferkrankungen oder sogar Arteriosklerose langfristig vorgebeugt werden.

Wirkung der Mantras

Ein Mantra berührt, inspiriert, tröstet, beflügelt und gibt Kraft. Es befreit von negativen Gedanken, erweitert das Bewusstsein und aktiviert die Chakren (Energiezentren). Im Yoga wird ein Mantra zumeist während der Meditation vor oder nach der Praxis fortlaufend wiederholt. Mantras helfen, sich bei der Meditation zu fokussieren. Sie lenken die Aufmerksamkeit weg vom Alltagsleben und hin zu dem, was gerade wichtig ist. Jeder Klang hat eine ganz eigene Wirkung auf den Körper.